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Einige SUPERFOODS – Lebensmittel von besonders gesundheitlichem Nutzen

Bei all meinen Artikeln geht es um Informationsweitergabe, eigene Erfahrungen mit integriert.

BRENNESSEL- göttliche Pflanze und echter Kosmopolit

Bei den Germanen hieß die Brennnessel auch Donnernessel, benannt nach dem Gewittergott Donar, auch Thor genannt. Wie dessen Blitzstrahl, verbrennt sie bei Berührung die Haut.

In der Astrologie wurde die Brennnessel mit ihren vielen Eigenschaften als eine Verkörperung des Planeten Mars angesehen, dem Krieger unter den Göttern. Es wird ihm u.a Aggression, die Farbe Rot und das Metall Eisen zugeordnet. Berührt man eine Brennnessel, verletzen ihre Brennhaare die Haut. Es entsteht ein brennendes Gefühl und die Haut färbt sich rot. In der Erfahrungsmedizin zeigt sich, dass die Brennnessel den Körper mit Eisen versorgt, zumindest deren Aufnahme aus der Nahrung verbessert.
Marsische Energie bedeutet aber auch Sexualität, Potenz und feurige Liebe. Aus diesem Grund wurde die Brennnessel in früheren Zeiten auch bei Potenzstörungen des Mannes eingesetzt. Auch in der Brautwerbung war die Pflanze im Einsatz. Bekam in vergangenen Jahrhunderten ein junges Mädchen einen Strauß mit einer Brennnessel darin, so sollte diese Geheimsprache sagen: “Ich fühle brennende Liebe in meinem Herzen.”

Produkte daraus werden entweder frisch geerntet, oder sind in Form von Tee, Pulvern, Kapseln, Tonikum und Wurzeltinktur (z.B für Haarpflege) erhältlich.
Wirkung
Die Brennnessel zeigt sich vielfältig. Entzündungshemmend, harntreibend, krampflösend, immunsystemstimulierend, schmerzlindernd. Als Heilpflanzensaft aktiviert sie nicht nur den Stoffwechsel, auch das Hautbild verbessert sich.
Es gilt auch hier „Maß“ zu halten, und bei geplanter „Selbsttherapie“ sollte sich zu Dosierung und Anwendung gründlich informiert werden.
Inhaltsstoffe
Dieses wirkungsvolle Kraut enthält u.a. die Mineralien Kalzium, Magnesium, Kalium, Eisen und Silicium sowie die Vitamine A und C. Die Samen enthalten Linolsäure, eine essenzielle mehrfach ungesättigte Fettsäure (Omega-6-Fettsäure) und Vitamin E. Brennnesseln sind zudem auch eiweißreich. 100 g frische Brennnesselblätter enthalten ähnlich viel Eiweiß wie die gleiche Menge frische Hülsenfrüchte.

Brennnessel in der Küche

Die jungen Blätter sollten im Frühjahr, die oberen Blatttriebe im Sommer geerntet werden. Möchte man sich um das frische junge Kraut selbst bemühen, ist Vorsicht angebracht. Das in den Brennhaaren wirkende Nesselgift erzeugt in Verbindung mit Histamin stark hautreizende Quaddeln. Auch ist darauf zu achten, wo die Blätter gesammelt werden, es sollte ja möglichst unbelastetes Blattgemüse sein. Eine gute Alternative sind die getrockneten gerebelten Blätter aus Bio-Anbau.

Die Blätter eignen sich gut für Salate und Suppen, wie z.B für die von mir erwähnte Misosuppe. Diese mit Brennnessel verfeinert, schmeckt ausgezeichnet. Aber auch für Saucen, Dips, Smoothies oder zu Risotto, Pastagerichten, diversen Käsesorten, Aufstrichen sind sie gut einsetzbar – einfach damit experimentieren.

Ich wurde von meiner Mama mit Spinat aus jungen Brennnesselblättern verwöhnt. Das war wahnsinnig lecker und ein Festessen.

Brennnesselsamen als Kraft- und Stärkungsmittel

Die Samen, im Geschmack leicht nussig, können gegebenenfalls auch geröstet verwendet werden.

Diese kleinen Energiespender sind aufgrund ihres hohen Eiweißgehaltes auch für Veganer interessant.
Streut man täglich einen Teelöffel Brennnesselsamen über Müsli etc., werden Irritationen mit Haaren und/oder Nägeln positiv beeinflusst. Der hohe Gehalt an Kieselsäure ist hier ausschlaggebend. Und, sie sollen sogar liebesfördernd wirken!! Aus diesem Grund war es im Mittelalter Mönchen und Nonnen verboten, diese zu essen.
Und ich habe noch einen interessanten Geheimtipp nach dem Arzt und Botaniker Otto Brunfels:

„Wenn sie wollen eheliches Werck treiben, essen sie den samen mit zwiebeln und eys dotteren und Pfeffer“.  (Vielleicht schmeckt es ja )

RADIESCHEN – eine Heilpflanze?

Das Radieschen, sonnengreift und möglichst frisch genossen ist nicht nur eine wertvolle Beigabe in unserer Nahrung, auch die Gesundheit profitiert davon. Sie fungiert als Radikalfänger und unterstützt unser Immunsystem.
Mit ihr kommen Biss und eine leichte Schärfe auf den Teller. Zudem enthalten Radieschen viele gesunde Inhaltsstoffe, wie Kalium, Calcium, Eisen, Vitamin A, B1, B2 und C. Das gilt sowohl für rote als auch für violette, weiße und gelbe Knollen. Sie helfen so, Infektionen vorzubeugen und Entzündungen zu hemmen.

Der typisch scharfe Geschmack entsteht durch die enthaltenen Senföle. Sie wirken antibakteriell, aktivieren die Fettverbrennung, wirken sich positiv auf die Verdauung aus, sind harntreibend und kalorienarm.
Radieschenblätter: die dunkelgrünen, frischen Blätter mit den gleichen Inhaltsstoffen wie die Wurzel, kann man gut essen. Verwendet wie frische Kräuter zu Suppen, Soßen und Smoothies. Die kleinen zarten Blätter eignen sich besonders für Salate, die größeren sind etwas zu „haarig“.
Radieschensprossen: die Sprossen sind mild, gut magenverträglich und werden wie die Blätter verwendet. Lecker sind sie auch auf Frischkäse und Brot. Sowohl roh als auch erwärmt schmecken sie ganz wunderbar, wobei sie erwärmt etwas von ihrem scharfen Geschmack verlieren.

HANF

einer der ältesten und wertvollsten Kulturpflanzen der Menschheit. Angebaut in europäischen und asiatischen Ländern war er ein wichtiger Lieferant für Fasern, Nahrungsmittel und Medizin, er war wichtigste Rohstoffquelle für die Herstellung von Seilen, Segeltuch, Bekleidungstextilien, Papier und Ölprodukten.
Hanf wurde fast bedeutungslos, als die Baumwolle ihren Siegeszug um die Welt antrat. Als Mitte des 19. Jahrh. die Herstellung von Zellstoff aus Holz erfunden wurde, verlor Hanf noch mehr an Bedeutung. Auch die Importfasern Jute, Sisal, und Abaca (Manilahanf genannt, eine Pflanzenart aus der Gattung Bananen) zur Herstellung von Fasern genutzt, wirkten sich ungünstig aus. Im 20. Jahrh. eroberten dann schließlich die synthetischen Fasern den Markt.
Übrigens- im Jahr 1455 druckte Gutenberg seine erste Bibel auf Hanf. Auch die amerikanische Unabhängigkeitserklärung wurde 1776 auf Hanfpapier geschrieben und der Bayer Levi Strauss, bekanntlich ausgewandert nach Amerika, produzierte 1870 die erste Jeans aus Hanf.

Hanfsamen-Produkte
Hanföl
Für dieses wertvolle Öl werden die Samen geerntet und ausgepresst. Es ist eines der gesündesten Öle überhaupt und nein, bei Genuss entstehen keine lustigen Zustände. Im Öl aus Samen sind keine psychoaktiven Wirkstoffe enthalten.
Was macht dieses Öl so wertvoll:

Das optimale Verhältnis an Linolen- (Omega-6-Fettsäure) und Alpha-Linolensäure (Omega-3-Fettsäure) lässt dieses Öl so kostbar für unsere Ernährung sein. Beide Fettsäuren sind lebensnotwendig und müssen dem Körper von außen zugeführt werden, da sie nicht selbst hergestellt werden. Auch mit der seltenen Gamma-Linolen-Säure kann Hanföl punkten. Außerdem finden sich Mineralstoffe wie Calcium, Magnesium, Kalium, Eisen, Zink, Phosphor, Mangan, Kupfer sowie Natrium. Sekundäre Pflanzenstoffe wie Beta-Carotin ebenso wie die Vitamine B1 und B2 (Riboflavin), u.a wichtig für Muskelaufbau und für eine glatte Haut. Das wertvolle Vitamin E ( Schönheitsvitamin! Verlangsamt Alterungsprozesse) finden wir darin ebenso.

Hanfsamenöl wird bei vielerlei Beschwerden eingesetzt. Nicht nur für die Produktion zahlreicher Hormone und Zellerneuerung braucht es diese Fettsäuren, sie spielen auch eine bedeutende Rolle für ein stabiles Immunsystem. Durch die entzündungshemmende Wirkung der Gamma-Linolen-Säure wird Hanföl sowohl bei chronischen Erkrankungen wie auch bei akuten Entzündungsprozessen eingesetzt. Ebenso wird ihm nachgesagt, sich positiv auf Hungergefühl und Gewichtszunahme auszuwirken. Äußerlich angewandt wirkt es beruhigend auf die Haut.
Präventiv verwendet beispielsweise für Salat oder auch unter Quark gemischt. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Dabei ist zu beachten das Öl nicht zu erhitzen, es wird grundsätzlich nur kalt verwendet. Und auch hier beim Kauf auf eine gute, kaltgepresste Bio-Qualität achten.
Hanfsamen

Ein Grundnahrungsmittel schon bei den Urvölkern der Ägypter, Chinesen, Inder und der Amerikaner. Als Stärkung für Zwischendurch pur gegessen, oder zu Mehl gemahlen für Brote und Breis.
Hanfsamen beinhalten neben den bereits erwähnten Inhaltsstoffen wie u.a die so wichtigen Fettsäuren, auch wertvolle Proteine. Diese wiederum bestehen aus Aminosäuren, die unser Körper benötigt um daraus körpereigene Proteine zu bilden. Dieses Füllhorn an Proteinen und Fettsäuren lässt diese Samen zu einer hervorragenden Ergänzung in der täglichen Nahrungsaufnahme werden und sind als wichtige Proteinquelle für jeden, auch für Vegetarier und Veganer geeignet.

Ob Hanfaufstriche, Pesto, Nudeln, Hanfmehle, Hanfprotein, Tees oder süßes Allerlei- ausprobieren lohnt sich. Ich genieße dieses nussig schmeckende einheimische Superfood in meiner morgendlichen Quarkspeise mit Leinöl.
Apopro morgendlicher Genuss: von meiner lieben Freundin Angela kam ein wertvoller Tipp mit gerösteten Buchweizen. Diesen vermahlt sie und gibt davon einen Esslöffel in ihr Gute Laune Frühstück . Es schmeckt nicht nur lecker, es macht auch super satt! Ausprobieren!

Auch für die Freizeit eignet sich Hanf ganz wunderbar.

LEIN – ebenso ein Super Food
ist eine einheimische Kulturpflanze, aus der Leinfasern herstellt werden. Diese Fasern finden sich Tüchern, Leinwänden, Kleidern etc. wieder.

Bekannt ist auch die heilende Wirkung des Leins. Die Samen daraus, nennen sich Leinsamen oder Leinsaat. Sie werden für die Herstellung von Öl benötigt. Der Pflanzenschleim wurde bereits von antiken Ärzten für medizinische Zwecke genutzt, auch Hildegard von Bingen empfahl den Einsatz von Leinsamen als Umschlag. In der Volksmedizin wird der schleimhaltige Leinsamen als leichtes Abführmittel oder u.a zur Behandlung bei Magen- Darmbeschwerden eingesetzt.

Leinsamen Inhaltsstoffe

Ein Drittel sind Ballaststoffe, ein weiteres Drittel Proteine und das letzte Drittel sind Omega-3-Fettsäuren. Durch die Ballaststoffe sind die Samen verdauungsfördernd, bereits zwei Esslöffel enthalten ca. 15 g. Die Quell- und Schleimstoffe binden nicht nur Giftstoffe im Darm, auch der Sättigungseffekt ist nicht zu unterschätzen. Der Blutzuckerspiegel bleibt nach dem Verzehr konstant, dem Heißhunger wird Einhalt geboten. Interessant, wenn man sein Gewicht im Auge behalten möchte. Trotz seinem hohen Fettanteil wird deutlich, dass Leinsamen auch bei einer Diät nützlich sein kann.
Die Proteine daraus, fungieren ebenfalls als Sattmacher. Zusätzlich versorgen sie den Körper mit essentielle Aminosäuren, diese werden für den Aufbau körpereigener Proteine benötigt.
Als Entzündungshemmer braucht es Omega 3-Fettsäuren. Diese haben eine positive Wirkung auf Herz und Kreislauf, auf die Hirnfunktion und sie unterstützen die köpereigenen Abwehrzellen. Leinsamen enthalten außerdem Lignane, sogenannte sekundäre Pflanzenstoffe, die als Antioxidantien und natürliche Phytoöstrogene wirken, also den Hormonhaushalt positiv beeinflussen.
Auch mit Vitamin B1, Vitamin B2, Vitamin B6 und Vitamin E kann Leinsamen punkten. Ebenso kommen die Vitamine Folsäure und Pantothensäure in den kleinen Samen vor.
Geschrotete (gemahlene) Leinsamen
In dieser Form sind die Nährstoffe für den Körper schneller verfügbar. Da geschroteter Leinsamen sehr schnell ranzig wird und dabei gesundheitsschädliche Fettsäuren bildet, sollte man eine kleine Packung nehmen und diese wirklich kühl und luftdicht verschließen. Auf Bioqualität zu achten, versteht sich dabei von selbst. Oder eben selbst schroten.
Ganze Leinsamen
zur Anregung der Darmtätigkeit eignen sich die ganzen Samen. Da Leinsamen viel Flüssigkeit zieht, ist auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr zu achten.
Leinsamen enthalten in geringer Menge Blausäure. Daher empfiehlt das Bundeszentrum für Ernährung eine tägliche Aufnahme von maximal 45 g pro Tag. Ein Esslöffel Leinsamen macht rund 10 Gramm aus. Wer bezüglich der Blausäure auf Nummer Sicher gehen will, sollte die Leinsamen mit heißem Wasser übergießen und ca. 15 Minuten quellen lassen. So werden die Giftstoffe gelöst. Mir schmecken sie in dieser Form auch im Frühstücksbrei.

Leinöl

Dieses wertvolle Öl enthält sehr viele Omega-3-Fettsäuren, für den menschlichen Organismus damit von großer Bedeutung. Nachdem fette Fische nicht unbedingt jedem schmecken, auch nicht täglich verzehrt werden, kann durch die Einnahme von rund 10 g Leinöl, etwa ein bis zwei Esslöffel der tägliche Bedarf an Omega-3-Fettsäuren gedeckt werden. Auch bei träger Verdauung tut Leinöl seine Wirkung.

 

 

 

 

 

 

 

 

Der heimische Leinsamen ist übrigens mit seinen Inhaltsstoffen den momentanen Superstar Chia-Samen sehr ähnlich.

Ursprünglich stammt Chia aus Mexiko und Guatemala. In der Sprache der Maya bedeutet Chia „Stärke“, und diente ihnen als Grundnahrungsmittel. Überzeugt davon, dass die Samen Ausdauer verleihen und die körperliche sowie geistige Leistungsfähigkeit gefördert wird.

Weshalb bevorzuge ich jedoch Leinsamen?

Attraktiv finde ich den ökologischen Vorteil. Leinsamen ist heimisch. Chia Samen muss erst um die halbe Welt reisen, ist teurer und es besteht kaum ein Unterschied die Inhaltsstoffe betreffend.

Ernährung ist ein sehr persönliches Thema und viele Menschen möchten in dieser Angelegenheit weder kritisiert, belehrt oder bevormundet werden.

Aber ich möchte dennoch dazu animieren in die Eigenverantwortung bei der Wahl der täglichen Lebensmittel zu gehen. Wir haben die Wahl, uns über unsere Lebensmittel Wissen anzueignen und entsprechend zu handeln. Uns auch darüber  bewusst werden, dass unser Einkaufsverhalten Einfluss auf die Gesamtsituation der Ernährungspolitik hat.

Der Weg möglichst billig und Massenproduktion, Quantität vor Qualität, dieser Weg führt in eine kranke Richtung. Anstatt uns mit Industriefutter und Fleischmast zufrieden zu geben, können wir auf frische Vollwertkost mit reichlich pflanzlichen Lebensmittel setzen. Natürlich, regionaler Herkunft und saisonal orientiert.  Die Zubereitung abwechslungsreich, kreativ und  vitalstofferhaltend, um den Eigengeschmack nicht zu überdecken. Frische Kräuter und Gewürze verwenden, diese auch auf den Tisch stellen und jeder bedient sich so nach seinen Geschmack. So kann auch der  „individuelle“ Typus berücksichtigt werden.

Hat man sich nun die Mühe gemacht, mit frischen Zutaten und Freude ein schmackhaftes und gesundes Essen zu zaubern, bleibt nur noch achtsames Genießen. Eine achtsam genossene Mahlzeit hält länger satt. Körper, Geist und Seele genährt. Und es macht gute Laune. Auf diese wertvolle Kombination werden wir in Zukunft kaum wieder verzichten wollen. Wichtig ist dabei, unseren Organismus die Zeit zu geben die er braucht, um die nötigen Verdauungssäfte zu produzieren. Wir sollten hier von unserer feinmotorischen Fähigkeit, dem Kauen Gebrauch machen. Schlingkultur ist fehl am Platz. Zum einen beugt gutes Kauen nicht nur Verdauungsproblemen vor, die Nahrung schmeckt intensiver und wir werden auch schneller satt. Denn Hungergefühl entsteht im Gehirn, und wenn wir lange genug kauen, bekommt unser Körper die Chance zu signalisieren, wann er genug hat. Somit ein idealer Schutz vor Übergewicht.

Apopros kauen: als Franz Kafka sich entschloss nach den Regeln Horace Fletchers (1849 – 1919) zu essen, also die Nahrung vielmals zu kauen, war das für seinen Vater zu viel.  Dieser intensive Kauvorgang bewog den Vater, monatelang seinen Sohn beim Mittagessen nicht anzuschauen. Vielleicht wurde der werte Herr Vater dadurch an unsere Freunde auf der Weide erinnert?

Nun, hier wird in 40-50 Sekunden mit 40-60 mahlenden Kieferbewegungen gekaut und eingespeichelt. Es wird ja zunächst nur grob gekaut, geschluckt und weiter in den Vormagen, den sogenannten Pansen. Hier aufgeschlossen, durchmischt und schon ist ein Teil wieder auf dem Rückweg in die Mundhöhle. Da die Nahrung im Wesentlichen aus Gräsern besteht, mit vielen unverdaulichen Substanzen, ist nachzuvollziehen, dass hier nachgearbeitet werden muss.

Beim Menschen haben wir den Richtwert jeden Bissen etwa 30 Mal durchzukauen, bevor er geschluckt wird. Die positiven Auswirkungen des Kauens wurden bereits erwähnt.

Fleischkonsum

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts lag der durchschnittliche Verzehr von Fleisch pro Kopf und Jahr in Deutschland bei rund 14 Kilogramm. Heute sind es im Schnitt rund 60 Kilogramm tatsächlich konsumierter Fleischmenge im Jahr !!!  Der Spitzenreiter ist Hongkong mit 153 kg. Australien kommt auf 116 kg. Schlusslichter gemäss UN-Report sind die Inder mit 3,59 kg pro Person, Sri Lanka mit 6,48 Kg.

Solch gigantischer Verzehr bringt nicht nur enorme gesundheitliche Einschnitte, es geht um Entwaldung, Überweidung, Ausstoß von Treibhausgas, d.h es betrifft auch Klima und Umwelt. Alternative Eiweißquellen, eine Reduzierung des Fleischkonsums könnten deutlich zu einer Verbesserung beitragen.

Ich frage mich, was eigentlich all die schlimmen Bilder von Massentierhaltung, Tiertransporten, Schlachthöfen bewirken? Was macht all das Leid dieser Geschöpfe mit uns??? Offensichtlich wenig. Dieses immense Tierleiden, diese Grausamkeit wird einfach ausgeblendet. Wir gucken einfach weg, weshalb? Ist uns bewusst, dass Tiere vor dieser Art von Schlachtung Angst haben? Wir alle kennen doch Gefühl von Angst. Weshalb muten wir diese Gefühle einem wehrlosen Wesen zu?

Jedoch gibt es auch Menschen die hinsehen!  Für immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher ist das Wohl und der Schutz von Nutztieren ein großes Thema. Tiergerechte Haltung, angemessener Umgang und weniger Stress für die Tiere gewinnen an Bedeutung. Dafür ein persönliches Danke schön!

Information dazu auch unter https://www.oekolandbau.de/

Eine von mehreren Organisationen im Bereich Tier- und Umweltschutz ist auch PROVIEH ( www.provieh.de ), für diesen Fachverband sind Tiere Lebewesen und keine Produktionseinheiten. Seit über 40 Jahren wird sich u.a für artgemäße Tierhaltung eingesetzt. Es gibt dazu auch einen informativen Flyer für den Endverbraucher, eine sogenannte Einkaufshilfe – Durchblick bei Öko-Siegeln. Neben Haltungsbedingungen werden auch Eingriffe und Artgerechtigkeit der einzelnen Betriebe aufgezeigt. Falls man sich für ein Ehrenamt interessiert, kann man gerne tätig werden.

Informationen zum Thema Fleischkonsum auch über den jährlich erscheinenden Fleischatlas der Heinrich-Böll Stiftung:  https://www.boell.de/de/fleischatlas

Als ich vor 35 Jahren meinen Ernährungsstil aus gesundheitlichen Gründen veränderte, mich dem Vollwert- Vegetarismus zuwandte, geschah dies zwar aus gesundheitlichen Gründen, jedoch ohne Zwang. Erst wollte ich es „nur“ ausprobieren (meine arme Mama! Sie hat mir dann eben die leckersten vegetarischen Dinge gezaubert). Danke Mama!!

Innerhalb eines Jahres war ich Semi – Vegetarier, d.h ab und dann landete ein Stück Fisch auf meinem Teller. Eigentlich beschränkte sich in den nachfolgenden Jahren mein Fischverzehr fast nur noch auf den Urlaub. Mittlerweile ist meine Ernährung eher vegan(er) geworden mit Mix von vegetarisch. Aus einem ganz einfachen Grund – es schmeckt mir, ich vermisse nichts und ich bin ziemlich fit. Nachdem ich gerne in den Bergen bin, ist dies ja von Vorteil.

Einige namhafte Vertreter des Vegetarismus und deren Zitate:

Der erste prominente Vegetarier war der griechische Philosoph Pythagoras (griechischer Mathematiker und Philosoph, ca. 582-496 v.Chr.):
„Alles, was der Mensch den Tieren antut, kommt auf den Mensch wieder zurück.“

Frank Kafka (1883-1924)  Der österreichisch-tschechische Schriftsteller wurde aus gesundheitlichen Gründen Vegetarier. Er wurde von Kopfschmerzen und Nervosität geplagt. Seine vegetarische Diät führte zu einer Verbesserung seines Zustandes. „Nun kann ich euch in Frieden betrachten; ich esse euch nicht mehr“ (beim Betrachten von Fischen in einem Aquarium).

Peter Rosegger (1843-1918, österr. Schriftsteller): „Das Tier hat ein fühlendes Herz wie du, das Tier hat Freude und Schmerz wie du, das Tier hat einen Hang zum Streben wie du, das Tier hat ein Recht zu leben wie du.“

Mahatma Gandhi (1869-1948, indischer Unabhängigkeitskämpfer, Politiker und Vertreter des gewaltlosen Widerstandes): „Die Erde hat genug für die Bedürfnisse eines jeden Menschen, aber nicht für seine Gier.“

Dalai Lama ( * 1935, Oberhaupt des tibetischen Buddhismus):
„Ich sehe keinen Grund, warum man Tiere schlachten und ihr Fleisch essen soll, da man doch so viel anderes essen kann. Der Mensch braucht kein Fleisch.“

Bryan Adams (* 1959, kanadischer Rock-Sänger):
„Ich bin seit 12 Jahren Vegetarier. Und ich war noch nie ernsthaft krank. Vegetarische Ernährung stärkt das Immunsystem. Ich glaube, dass Fleisch essen krank macht.

Fischverzehr

Die Nachfrage nach Fisch ist groß. Hochsee-Trawler tun ihr Werk und fangen riesige Mengen. Diese massive Überfischung, in Kombination mit Umweltverschmutzung und Klimawandel, bringen die Meeresökosysteme aus dem Gleichgewicht.

Übrigens- das sind unsere Hinterlassenschaften im Meer

Die Überfischung und deren massive Schadstoffbelastung ist ein riesiges Thema. Anhand eines Mahnmals und einer Dokumentation richtet Kapstadt die Aufmerksamkeit auf dieses Thema (Foto von 2019).

Um der Überfischung der Meer Einhalt zu gebieten wird in Aquafarming/kulturen investiert.  Aquakulturen als Alternative in der Fischzucht, sprich Massentierhaltung im Wasser. Diese intensive Haltung, dicht an dicht gedrängt, dadurch enorm gestresst, bewirkt ein schwaches Immunsystem. Die Folge ist ein schlechter  Gesundheitszustand der Fische.

Tierrechtsorganisationen wie die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt beschäftigen sich mit der Thematik und fordern Verbesserungen der Haltungsbedingungen.

Auch der beliebteste Speisefisch in Deutschland, der Lachs, kommt aus Lachsfarmen, auch hier findet Massentierhaltung statt. In den Unterwasserkäfigen werden bis zu 100.000 Lachse gemästet. Das gleiche Spiel, auch hier treten gesundheitliche Schäden auf, abgesehen davon dass sie sich gegenseitig beißen.

Das beste Dasein für die Lachse finden wir in Bio-Aquakulturen, hier ist doppelt so viel Platz vorhanden.

Wie wäre es, wenn wir auf Anbieter in der Nähe zurückgreifen würden? Auf heimische Fischzucht?

Beispiel: es gibt einige biozertifizierte Fischereibetriebe in Bayern. Sie haben den Standard von tiergerechten Haltungsbedingungen und arbeiten ohne Einsatz von Antibiotika und Chemikalien. Ob Saiblings- und Forellenarten oder Karpfen, damit haben wir qualitativ hochwertigen Fisch. Nebenbei sind diese Örtlichkeiten oft in idyllische Umgebung mit wunderschönen Wanderwegen.

Hat man keine Möglichkeit auf einen „direkten“ Zugang, sollte auf zertifizierten Fisch mit Naturland-Siegel oder Bioland-Siegel zurückgegriffen werden.

Hilfreiche Informationen unter www.planet-wissen.de Aquakultur.

Zusammengefasst gehört gutes, gesundes und genussvolles Essen zu den schönsten Dingen des Lebens und ist wichtig für unsere Lebensqualität. Das mag für den ein oder anderen eine Umstellung unserer bisherigen Ernährungsweise bedeuten, aber diese Bewusstheit, diese vielleicht anfängliche Mühe wird sich in einem verbesserten Gesundheitszustand und mehr Lebensenergie zeigen, diverse Wehwehchen verschwinden. Mehr Stärke, Vitalität, mehr Heiterkeit und Zufriedenheit sind willkommene „Nebenwirkungen“. Letztlich zeigen wir auch Achtung und Gefühl gegenüber Lebewesen und Lebensraum.

Es gibt nur die empfindende Welt und die hat Augen überall.                                                                    (Rane Willerslev dänische Anthropologe)

Reguliert die Verwertbarkeit von Nährstoffen und hilft,

die Dinge anzunehmen

Alles zu seiner Zeit- was heißt das?

Jede Jahreszeit hat ihre Obst- und Gemüsesorten. Hierzulande wachsen nahezu zu allen Jahreszeiten verschiedene Gemüsesorten und stehen auch als Lagergemüse zur Verfügung, herangereift im Freiland und letztlich unter bestmöglichsten Bedingungen gelagert. Bei einer saisonalen  Ernährung finden wir je nach Monat folgendes auf dem Speiseplan:

Saisonal essen heißt auch Abwechslung. Der Kauf saisonaler Produkte führt dazu, dass auch vergessene Gemüsesorten wieder einmal an Aktualität gewinnen. Was nur selten auf den Tisch kommt, erfährt mehr Wertschätzung und verwöhnt die Geschmacksnerven ganz neu. Und als Verbraucher kommen wir in den Genuss des Frischeaspekts.

Saisonal gewachsene Lebensmittel haben keine langen Transport- oder Lagerzeiten hinter sich, sie gedeihen bei idealem Licht und Witterung- eben in ihrer Saison. Sie dürfen reif werden und ihr ganzes Potential an Nährstoffen entfalten. Für unseren Körper ist saisonale Abwechslung, dieser frische Aspekt der Produkte und eine zeitnahe Zubereitung ein wichtiges Kriterium um gesund zu bleiben.

Was bedeutet bei Lebensmitteln „regional“?

Der Begriff „Region“ ist gesetzlich nicht definiert. Regionale Lebensmittel sind Lebensmittel, die in derselben Region erzeugt, verarbeitet und verbraucht werden.
Als Verbraucher tun wir jedoch gut daran, auf den Etiketten nachzusehen oder direkt nachzufragen z.B beim Einkauf auf dem Wochenmarkt.

„Aus der Region, für die Region“, damit können wir nicht nur die Umwelt schonen, sondern es garantiert auch hohe Produktqualität und stärkt die lokale Wirtschaft. Für die eigene Gesundheit ergeben sich zahlreiche Nutzen. Ausführliche Information dazu über  regionale Lebensmittel /Verbraucherzentrale.de

Unser Speiseplan wird bei vielen nicht nur die zur Verfügung stehenden saisonalen/regionalen Produkte beinhalten, sondern durch exotische Früchte bereichert werden.

Wir wissen jedoch, dass bei Importware die Früchte meist unreif geerntet werden, da sie sonst den Transport gar nicht überstehen. Dadurch geht ein Teil der Vitamine, Spurenelemente und Mineralien verloren, der volle Nährstoffgehalt ist nicht gegeben.

Da wir uns einen Speiseplan ohne diese wunderbaren Orangen, Bananen, Ananas und Co kaum vorstellen können, sollten wir wenigstens bewusst einkaufen. D.h auf faire und biologische Ware zurückgreifen. Mit unserem Einkaufsverhalten tragen wir einen wesentlichen Teil dazu bei, um bessere Bedingungen in den jeweiligen Regionen zu schaffen.

Stammt ein Lebensmittel aus fairem Anbau, trägt es den Faitrade-Siegel. Ziel von Fairtrade ist es, die Arbeits- und Lebensbedingungen von Kleinbauern und Beschäftigten auf den Plantagen zu verbessern. Es steht also primär das Soziale im Vordergrund, es beinhaltet jedoch auch diverse Umweltschutz-Vorgaben. Fairtrade kennzeichnet somit Produkte, bei deren Herstellung bestimmte soziale, ökologische und ökonomische Kriterien eingehalten wurden.

Was ist nun ein Bio Siegel?

Hier ist vom Gesetzgeber eine klare Richtung vorgegeben. Damit ein Lebensmittel das EU-Bio-Siegel tragen darf, müssen mindestens 95 Prozent der Zutaten aus kontrolliert ökologischem Landbau stammen. Bis zu einem Anteil von 5 Prozent können nicht ökologische Zutaten im Rahmen von streng geregelten Ausnahmen verwendet werden (Auszug Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft).

Bio setzt sich für eine naturverträgliche, nachhaltige Landwirtschaft ein, d.h der Einsatz chemischer Mittel ist verboten, die Umweltbelastung soll verringert werden.
Hier geht es in erster Linie um die Umwelt.

Übrigens sind über die Hälfte der Fairtrade-Organisationen auch Bio-zertifiziert. Es wäre gut, beim Einkauf auf beide Siegel zu achten.

Beispiel Bananen:
Laut Berichtsjahr 2017/18 betrug der Pro – Kopf Verbrauch von Bananen in Deutschland durchschnittlich rund 12,4 kg.
Nur fünf Prozent der gelben Frucht jedoch stammen aus Bioanbau!
Das heißt, dass beim herkömmlichen Anbau weiterhin entsprechend viele Chemikalien eingesetzt werden. Arbeiter vor Ort und auch Umwelt erfahren hier keine Wertschätzung.

Bio- und Fairtrade,  ist ein winziger Beitrag für bessere Bedingungen und etwas Respekt gegenüber Mensch und Natur.

Braucht es eigentlich Erdbeeren im Februar?

Ich bekam welche von meiner lieben Freundin. Sie standen vor mir am Schreibtisch und ich konnte mir erst gar nicht erklären was da so eigenartig riecht. Ich hatte meine Blume in Verdacht, nun, zu Unrecht. Zu Hause ausgepackt, war mir alles klar. Das waren die Beeren! Also, der Geruch ist ungut, jetzt bin ich gespannt wie sie schmecken. Aha, interessant, kennen Sie parfümierten Gummi? Ich bis dahin noch nicht. Und es hat auch ein Weilchen gedauert, bis ich auf diesen Vergleich kam. Vielleicht war dies eine Ausnahme, ich weiß es nicht. Es zeigt mir aber, dass Geschmack und Aroma für Produkte in so untypischen Zeiten oft nicht wirklich zufriedenstellend sind.

NAHRUNG für die Seele

Ein Lächeln hat das ganze Jahr Saison, die Zubereitung denkbar einfach und es schmeckt immer !

Vergessene Köstlichkeiten – Kulinarischer und ästhetischer Genuss

Ich verbringe regelmäßig Zeit in der Natur. Und da sind die kleinen Frühlingsboten, die kleinen Köpfchen des Huflattichs nicht zu übersehen. Ich erinnere mich, dass meine Mama und Oma diese vor vielen Jahren mit anderen Schätzen der Natur liebevoll pflückten und trockneten um daraus leckeren Tee zu gewinnen.

Auch Wildkräuter wie Gänseblümchen geben als „Schmankerl“ ihr Bestes. Kennen Sie das Spiel „er /sie liebt mich, liebt mich nicht“? Nun, jedenfalls regen sie u.a den Stoffwechsel an ( auch ohne Spiel ) peppen jeden Salat auf, als Grillbeigabe
etc……

Essbare Dekoration auf Avocado – vor Ort genossen aus einem Garten in Kapstadt

Auch Löwenzahn

ist eine Bereicherung unseres Speiseplans.

Als Unkraut ist er in Verruf geraten, doch Löwenzahn strotzt vor gesunden Inhaltsstoffen und hat sich als Heilkraut bewährt. Der Name kommt übrigens von der Form der Blätter, diese erinnern an die Zähne der Raubkatze.

Wussten Sie, dass Löwenzahn als Allround-Stärkungsmittel und der „Ginseng Europas“ genannt wird? Eignet sich auch hervorragend für eine Frühjahrskur.
Er verfügt über zahlreiche wertvolle Inhaltsstoffe wie z.B. Bitterstoffe. Diese fördern die Freisetzung von Verdauungsenzymen, regen den gesamten Stoffwechsel und kurbeln die Gallentätigkeit an. Auch besitzt Löwenzahn eine harntreibende und entschlackende Wirkung.
Deshalb wurden der Pflanze auch zahlreiche volkstümlichen Namen nachgesagt. Wie Bettsäächer, Pissblume, Bettschisser, Bettseicher, Pissnelke … Die Bezeichnung „Butterblume“, verweist darauf, dass die Blütenblätter früher zum Gelbfärben von Butter verwendet wurden.
Sollten Sie selbst sammeln wollen, bitte darauf achten dass der Löwenzahn bzw. alle Wildkräuter möglichst unbelastet sind. Es eigenen sich keine vielbefahrenen Straßen, ebenso sind Hundewiesen keine geeignete Sammelstellen. Ebenso nur sammeln, wenn Sie sicher sind, das jeweilige Kraut auch zu kennen! Bei manchen Kräutern besteht Verwechslungsgefahr und das ist Ihrer Gesundheit nicht bekömmlich.

Ganzjahreskraut vom Fensterbrett – Freude an selbst gezogener Kresse

Die Kresse verfügt über einen hocharomatischen Geschmack, ist robust, genügsam, der Anbau einfach und problemlos.

Erstaunlich sind die wertvollen Inhaltsstoffe. Die enthaltenen Senföle wirken wie natürliche Antibiotika, der Vitamin-C-Gehalt sorgt zusätzlich dafür, dass wir auch Erkältungen besser widerstehen können.

Aber auch die so wichtigen Vitamine der B-Gruppe, ebenso Eisen, Kalium und Kalzium und das Spurenelement Jod sind darin zu finden. Und es liefert auch das Spurenelement Chrom. Das sorgt für ein lang-anhaltendes Sättigungsgefühl und beugt Heißhunger vor. Wenn man abnehmen möchte, ist dies ein wertvoller Aspekt.

Kresse gehört zu den ältesten Küchen- und Arzneipflanzen und es waren die alten Ägypter, die antiken Griechen und Römer welche sich die Heilwirkung der Kresse zu Nutze machten. Selbst in den Gräbern der Pharaonen wurde Kressesamen gefunden. Karl der Große ordnete den Anbau von Kresse unter dem Namen „Nasturtium“ sogar in seiner Landgüterverordnung „Capitulare de villis“ an.

Die kleine Pflanze galt auch als Aphrodisiakum; aus diesem Grund nannten die antiken Römer das unscheinbare Kräutlein „Impudica“ – die Schamlose, die Unverschämte. Später behauptete der italienische Arzt und Botaniker Pierandrea Mattiolus (1501 – 1577), dass Kresse „lustig und begierlich zur Unkeuschheit“ macht.

Nun, dergleichen kann ich nicht berichten. Aber vielleicht Sie???

IMMUNSYSTEM und seine vielen HELFER

Das Immunsystem, unsere körpereigene Abwehr, schützt den Organismus gegen äußere Eindringlinge und gegen die im Körperinneren entstehenden schlechten Strukturen. Meist arbeitet die körpereigene Abwehr so effektiv, dass Infektionen kaum bemerkt werden. Dies ist nicht immer der Fall und Infekte, Allergien etc. können die Folge sein.
Ernährung und Immunsystem stehen miteinander in Wechselbeziehung. So wirkt sich eine Verschlechterung des Immunstatus z.B. durch eine Infektionskrankheit negativ auf den Ernährungsstatus aus.

Andererseits wirken sich eine Unter- oder Überernährung, oder bereits vorhandene ernährungsbedingte Krankheiten negativ auf die körpereigene Abwehr aus.

Stärkende Unterstützung für unser Immunsystem:

Eine bewusste gesunde Ernährung, Lebensmittel, Kräuter, und Gewürze können die körpereigene Abwehrkraft – das Immunsystem – nachhaltig stärken und den Organismus vor Krankheitserregern effektiv schützen.
Ich nenne hier nur einige Beispiele. Diese habe ich für mich selbst seit Jahren erfolgreich in Gebrauch und verwende sie in meinem individuellen Rhythmus.

Fermentierte Lebensmittel – Mikroben bei der Arbeit

Diese einzigartigen Lebensmittel kommen in der heutigen Zeit selten auf den Teller. Immer weniger Menschen wissen um die positive Wirkung der Fermentation. Die Folge ist, dass unser Darm nicht mehr mit ausreichend guten Bakterien, welche einen positiven, gesundheitsfördernden Effekt haben, versorgt wird.

Diese bräuchte es aber, um unseren Darm bei seinen vielfältigen Aufgaben zu unterstützen. Denn unsere Darmflora oder unser „Mikrobiom“ hat verschiedene Aufgaben bei der Abwehr von Krankheitserregern.

Durch den Vorgang des Fermentierens entstehen lebendige Bakterien, die sich auf die Darmflora und auf das Immunsystem positiv auswirken. Siebzig bis achtzig Prozent unserer Immunabwehr findet im Darm statt, daher ist es für unsere Gesundheit besonders wichtig, wieder vermehrt auf fermentierte Lebensmittel zurückzugreifen, deren wertvolle Inhaltsstoffe dabei ihr Bestes geben.
Wie heißt es so schön? – Milchsaures wirke wie ein „Besen im Darm“.

BEISPIELE fermentierter Lebensmittel:

Joghurt- Kefir- Miso- Sauerkraut- Brottrunk- Apfelessig- Rohmilchkäse- Tempeh- Regulatessenz
Einige davon möchte ich kurz beschreiben.

Miso:


In der asiatischen Küche spielt Miso eine zentrale Rolle. Normalerweise beginnt in Japan der Tag mit einer Misosuppe. Die japanische Mythologie betrachtet Miso, die braune Butter, als Geschenk der Götter. Seit den siebziger Jahren ist Miso auch in deutschen Naturkostläden erhältlich.

Miso ist eine pflanzliche, fermentierte und sehr würzige Paste, die traditionell aus Sojabohnen, Reis oder Gerste gewonnen wird. Hatcho Miso ist dunkelbraun bis schwarz, salzig und entfaltet aufgrund der jahrelangen Fermentierung einen besonders intensiven Geschmack. Es gibt jedoch auch einige Varianten mit sanfteren Aromen.

Miso kann noch viel mehr, als nur gut schmecken. Die fermentierte Paste ist eine wichtige Eiweißquelle, zudem beinhaltet sie viele Nähr- und Vitalstoffe, darunter die Vitamine B2 und E. Weitere Bestandteile der Sojabohnenpaste sind Isoflavone, Cholin, Lecithin und verschiedene Enzyme.

Beim Kauf sollte jedoch auf den Siegel BIO geachtet werden. Traditionell hergestellte Misos“, gibt es auch in unserer Region. Ein Großteil der Rohstoffe stammt aus kontrolliert biologischem Anbau, chemisch-synthetische Zusätze bleiben außen vor. So Frau Roswitha Weber von Arche Naturprodukte. Derzeit bietet Arche sieben verschiedene Misos an, für europäische Verhältnisse eine respektable Auswahl.

Miso als Würzbasis ist eine perfekte Alternative im Vergleich zu alternativen Würzmitteln, die oft künstliche Geschmacksverstärker, Aromen und zu viel Salz enthalten.

Mit seinem intensiven Geschmack eignet es sich besonders für Saucen und Suppen, Gemüsepfannen, Dressings und Marinaden für gegrilltes Gemüse, Fleisch und Fisch.

Tempeh – ein Fleischersatzprodukt

Zugegeben- dieses Produkt verfügt schon über einen speziellen Geschmack und es war nicht von Anfang an mein Favorit, aber es lohnt sich damit zu experimentieren. Hergestellt wird es aus fermentierten Sojabohnen. Nicht nur eine pflanzliche Proteinquelle, es liefert gleichzeitig wichtige Nährstoffe wie Magnesium, Eisen, Kalium und Phosphor.

Powernahrung Sauerkraut– uraltes Superfood

Ein Produkt voller hochwirksamer und lebenswichtiger Mikroorganismen, das jedem von uns bekannt ist, aber ich möchte die Wichtigkeit der Qualität aufzeigen.

Ausschließlich in frischem, unerhitztem Sauerkraut finden wir die guten und nützlichen Bakterien.

Sauerkraut aus dem Supermarkt ist meist pasteurisiert, also kurz stark erhitzt. Dadurch wird der Gärprozess gestoppt, das Kraut verliert wertvolle Inhaltsstoffe. Pasteurisiertes Sauerkraut enthält zwar noch Milchsäure – das Stoffwechselprodukt der Milchsäurebakterien, aber keine lebendigen Milchsäurebakterien mehr. Aber genau diese brauchen wir. Sauerkraut soll uns ja gerade mit diesen Milchsäurebakterien versorgen.

Daher ist es am besten sich biologisch angebauten Weißkohl vom nächsten Biobauern zu besorgen oder sich auf den Wochenmärkten umzusehen.

Das im Bioladen in Tüten abgepackte pasteurisierte Sauerkraut ist zwar Sauerkraut in Bio-Qualität, aber eben erhitzt. Am besten immer nachfragen, ob das angebotene Sauerkraut wirklich roh, naturbelassen und unerhitzt ist.
Rohes Sauerkraut schmeckt wunderbar mit etwas Leinöl beträufelt z.B als Salat oder als Beilage. Wenn Sie warm essen möchten, bitte nicht kochen sondern nur erwärmen.

Sauerkraut, vergorener Weißkohl, wurde schon in der Antike von verschiedenen Völkern entdeckt. So konnten die Menschen auch in gemüsearmen Jahreszeiten mit Vitaminen versorgt werden. Schon der Arzt Hippokrates kannte Sauerkraut, der römische Kaiser Tiberius versorgte seine Soldaten während der Feldzüge damit und auch James Cook hatte die wertvolle Fracht an Bord.

Kennen Sie den Ausdruck „ The Krauts“? So wurden die deutschen Soldaten aufgrund ihres hohen Sauerkrautkonsums von Engländern und Amerikanern genannt.

Ja, und sogar ein Lied, gesungen vom einstigen Schlagerkönig Gus Backus, wurde dem Weißkohl gewidmet.
Es trägt den romantischen Titel – Sauerkraut Polka.

Nun ein Buchtipp zum Thema Fermentation – falls jemand von Ihnen nun Lust hat, sich selbst daran auszuprobieren.

Sie ist Österreichs leidenschaftlichste „Fermentista“Ingrid Palmetshofer. In ihrer„School of Fermentation“ berät sie Spitzenköche und entwickelt laufend neue Techniken und Rezepte.

Um mir zwischendurch etwas Besonderes für meine Körper zu gönnen, greife ich gerne auf Gerstengras– in Form einer Kur zurück. Entweder solo oder als leckeren Smoothie.

Dieses Powerpaket gilt als ausgesprochen gesund. Eine ausgewogene Kombination von Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen, Enzymen, Bitterstoffe, Chlorophyll und sekundären Pflanzenstoffen, essenziellen Aminosäuren ist es, das Gerstengras so besonders macht. Zudem ist Gerstengras reich an Ballaststoffen, die sich positiv auf die Verdauung auswirken. Wertvoll für Vegetarier und Veganer ist der Anteil von ca. 28 Prozent an pflanzlichen Proteinen.

Gerstengras enthält auch zahlreiche verschiedene Antioxidantien. Diese stärken das Immunsystem und gelten als wichtiges Mittel gegen die schädliche Auswirkung von oxidativem Stress und freien Radikalen. Sie wirken nicht nur entzündungshemmend, sondern auch zellerhaltend.
Kurz erwähnt sei, dass der Vitamin C Gehalt in Gerstengras siebenmal höher als in Orangen ist. Und eine wichtige Funktion von Vitamin C ist die Bildung von Kollagen. Dies wiederum ist ein wichtiges Strukturprotein bei der Bildung von Bindegewebe und Haut.

Regulatessenz – ein ausgefuchstes Gemisch mit überwältigender Wirkung. Für mich persönlich ein (Wunder)mittel, klingt nicht gerade einfallsreich, aber das beschreibt es am ehesten.

Verwendet werden frische, sonnengereifte Früchte, Nüsse und Gemüse aus ökologischem Anbau. Dieses flüssige Lebensmittel ist eine Komposition aus fermentierten Enzymen, vereint mit ca. 50.000 sekundären Pflanzenstoffen, Antioxidantien, Bestandteilen von Fermentkulturen – alles gelöst in rechtsdrehender Milchsäure. Nachweislich erhöht die REGULATESSENZ® die Energie in den Zellen. Ein Zuwachs an Energie und Leistungsfähigkeit sowie eine gestärkte Immunabwehr sind die Folge. Aber auch äußerlich angewandt, bringt es hervorragende Ergebnisse! 1:1 in der Verdünnung ins Gesicht gesprüht, ich sag nix, muss ja nicht jeder wissen.

Das passende Regulatprodukt gibt es für viele Lebensbereiche. Informieren Sie sich dazu auch über meine Homepage.

Ich möchte noch einige Faktoren nennen, welche unser Immunssystem ebenso positiv beeinflussen: wie z.B. Bewegung, ein Aufenthalt in der Natur- verbunden mit bewusster Atmung, einige Fastentage, Saunabesuche, auch ausreichend Schlaf spielt eine wichtige Rolle. Hingegen hat ungesunder Stress, Angst, Rauchen, Alkohol, Bewegungsmangel, Fehlernährung negative Auswirkungen.

All diese genannten Beispiele sind bestens bekannt, aber wie wirkt sich eigentlich unsere Nachtruhe auf unser Immunsystem aus?

Dazu der Schlafforscher Hans-Günter Weeß:

Schlaf ist eine Typfrage. Nicht jeder Mensch braucht gleichermaßen viel Nachtruhe. Bei Einstein waren es wohl zehn Stunden, bei Napoleon eher drei“, sagt er. „
Das Spektrum ist da sehr breit und die empfohlenen sieben bis acht Stunden nur ein Durchschnittswert. Obendrein beeinflussen auch Stress und Erkrankungen unser Schlafverhalten.

Albert Einstein war ein bekennender Lust- und Langschläfer. Er soll bis zu zwölf Stunden täglich verschlafen haben und im Bett soll er wesentliche Aspekte seiner Relativitätstheorie entdeckt haben.
Vom französischen Feldherrn hingegen soll diese Aussage stammen:

„Vier Stunden schläft der Mann, fünf die Frau, sechs ein Idiot“. Von sich behauptete der Kaiser, kaum Schlaf zu brauchen. Doch seinen Mittagsschlaf hielt der Eroberer heimlich oder er war tagsüber so übermüdet, dass er im Sattel einschlief.

Ich falle damit ganz klar unter die Rubrik der Idioten. Ich kann mich ohnehin mit der folgenden Aussage am besten identifizieren:
„Zu wenig Schlaf macht alt und ruiniert die Gesundheit“, so der Schlafforscher Jürgen Zulley.

Aktuelle Studien belegen, dass im Schlaf die Zahl der natürlichen Abwehrzellen steigt. Dies wiederum ist für die erfolgreiche Bekämpfung von Bakterien und Viren von großer Bedeutung. Also, Schlafmangel schwächt die Immunabwehr. So sind Redewendungen wie „Schlaf dich gesund”, in Bezug auf unser Immunsystem besser zu verstehen.

Noch ein Praktischer Tipp: zum sanften Drücken der Energiepunkte.

Zur Unterstützung des Immunsystems

und

für mehr Freude am Leben

NATÜRLICH UND SCHÖN

Einfach gut aussehen und sich dabei so gut wie möglich fühlen. Sich dabei nicht dem Optimierungswahn beugen und gerade deswegen von allen respektiert werden, das ist machbar.
Ewige Jugend und Schönheit, das ist im Film „ der Tod steht ihr gut“ der Traum von Madeline und Helen. Von der Zauberin Lisle bekommen die beiden einen Trank, der ewige Jugend garantiert – sorry, nein, nein, jetzt da wir wissen, wie es den beiden erging, also ernsthaft jetzt, das ist nicht unser Weg.

Aber wir wollen uns auch nicht durch Bewegungsmangel und ungeeignete Nahrungsaufteilung bzw. billigen Kalorienüberfluss in einem Teufelskreis wieder finden.
Es gibt durchaus konkrete Maßnahmen die sinnvoll und umsetzbar sind um mit seinem Spiegelbild zufrieden zu sein.
Individuelles Fitnesstraining, Training das uns Spaß macht, lässt uns nicht nur besser aussehen, es kann uns auch verjüngen. Dabei denke ich an eine mir sehr lieb gewordene „ältere“ Dame, 78 jährig, sie tanzt regelmäßig, dass mit einer Freude und einer Energie die ansteckend und beneidenswert ist. Und sie wirkt dabei so jung und ausgeglichen!
Nun ist Tanzen, Fitnessstudio, Laufen etc. nicht gerade jedermanns Ding. Was hat es daher mit einer Elektrostimulierung auf sich?
Dazu die Wissenschaftlerin Fr. Professor Gerta Vrbova sie trifft folgende Aussage: bevor man sich für kosmetische Operationen, um Aspekte des Gesichts oder auch des Körpers zu verändern entschließt, sollte darauf aufmerksam gemacht werden, das eine Elektrostimulierung mit Ultratone ein weitaus gesünderer Weg für ein natürliches Facelifting, der Reduzierung unerwünschter Fettpolster und einer Steigerung von Fitness und Muskelleistung, ist.

Also – Ultratone

mit seinen abgestimmten Programmen als sinnvolle elektronische Muskelstimulierung. Eine Anwendung nicht nur zur hervorragenden Unterstützung bezüglich Schönheit, es kann wesentlich mehr! So wirkt es sich äußerst positiv auf unsere Gesundheit aus. Muskeltraining ist auch Knochentraining. Weitere Behandlungsmöglichkeiten in meinem Text auf der Homepage.

Aber es geht nicht nur um körperliche Fitness, auch unser Gehirn sollte nicht zu kurz kommen. Wir fordern unsere grauen Zellen indem wir offen bleiben für Neues, uns mit neuen Themen beschäftigen, unser Gehirn immer wieder beanspruchen, es trainieren wie die Muskulatur unseres Körpers. Auch hier greift die Regel: was nicht beansprucht wird, verkümmert.

Für mentales Training

kann man sich gerne für ein Studienfach interessieren, aber wir können uns auch dem Naheliegenden zuwenden wie z.B die tägliche Routine verändern, lesen als Alternative zum Fernsehen, eine Sprache ausprobieren, die Volkshochschulen bieten eine breite Palette, da findet sich für jeden etwas. Aber auch Freiwilligenarbeit, Pate werden im Tierheim und und und …. sich einfach für vieles interessieren.

Wichtig ist, das wir unser Lebensgefühl nicht von eventuellen kleinen Mängel (die wir ja im Rahmen des möglichen verändern können) beeinträchtigen lassen, sondern das die Freude am Dasein, die Freude an uns selbst überwiegt.

Ich orientiere mich gerne nach Karl Valentin:

Heute mach ich mir eine Freude und besuche mich selbst…..

Hoffentlich bin ich daheim

Tipp für die Praxis – Japanisches Heilströmen, ein altes Volkswissen.  Kann eingesetzt werden um die Selbstheilungskräfte des Körpers zu unterstützen. Die angegebenen Punkte sind Energiepunkte. Diese werden mit dem Mittelfinger leicht für min. 3 Min. „geströmt“, d.h leicht gedrückt. Das empfiehlt sich natürlich täglich. Es kommt ganz darauf an, was man erreichen möchte

Gilt als Schönheitspunkt und wirkt sich auch positiv auf Schulter- und Nackenbereich aus.